Hot Staking-Messung
Die Hot Staking-Messung ist ein zentrales Verfahren zur Überprüfung des Übergangswiderstands zwischen Wicklungsdraht und Kommutator oder Terminal. Sie gewährleistet eine konstant hohe Qualität des Schweißprozesses in der Motorenfertigung. Ein niedriger Übergangswiderstand ist entscheidend für die Reduzierung des Ausfallrisikos und den zuverlässigen Betrieb elektrischer Maschinen.
Messverfahren bei Ankern
Bei Ankern erfolgt die Hot Staking-Messung durch Kontaktierung des Kommutators in Vierleitertechnik (Kelvin-Messung).
Ein spezielles Kompensationsverfahren eliminiert den parallelen Stromfluss innerhalb der ringförmigen Verschaltung der Spulen. Dies ermöglicht eine präzise und direkte Messung des Übergangswiderstands über mehrere Kommutator-Lamellen.
Ein einmaliger Musterlauf ermittelt und speichert automatisch die optimalen Messparameter für jeden Prüfling. So ist eine schnelle und reproduzierbare Prüfung in der Serienfertigung gewährleistet.

Messverfahren bei Statoren
Bei Statoren erfolgt die Kontaktierung in der Regel an den Terminals oder an einer Verschalteplatte. Eine Klinge kontaktiert den Wicklungsdraht direkt in unmittelbarer Nähe zur Schweißstelle zusätzlich. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine genaue Erfassung des Übergangswiderstands an der kritischen Verbindung.

Temperaturkompensation
Die Messergebnisse werden temperaturkompensiert, da der Übergangswiderstand temperaturabhängig ist. Dies gewährleistet eine hohe Genauigkeit und Vergleichbarkeit der Messergebnisse – unabhängig von Umgebungseinflüssen. (weitere Informationen)
Auswertung und Überwachung
Auswertungen des Übergangswiderstands erfolgt üblicherweise anhand des Maximalwerts. Wir können auf Wunsch folgende Überwachungsstrategien zusätzlich implementieren:
- Absolute oder relative Abweichung: Festlegung von Grenzwerten für zulässige Abweichungen.
- Bereichsüberwachung: Definition eines zulässigen Messbereichs.
- Spannweitenkontrolle: Überwachung der Differenz zwischen minimalem und maximalem Übergangswiderstand.
Diese flexiblen Auswertungsmöglichkeiten ermöglichen eine anwendungsspezifische Qualitätskontrolle und eine lückenlose Überwachung des Schweißprozesses.
Vorteile der Hot Staking-Messung
- Schnelle und automatisierte Prüfung für hohe Stückzahlen in der Serienfertigung
- Hohe Präzision durch Kompensationsverfahren und temperaturkorrigierte Messwerte
- Früherkennung von Prozessabweichungen zur Vermeidung von Ausfällen
- Flexible Auswertung und Anpassung an unterschiedliche Prüflingstypen
Fazit
Hot Staking-Messungen sind ein unverzichtbares Prüfverfahren zur Sicherstellung der Verbindungsgüte in elektrischen Maschinen. Sie ermöglicht eine schnelle, präzise und automatisierte Überwachung des Übergangswiderstands und trägt maßgeblich zur Qualitätssicherung im Fertigungsprozess bei.